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Areal an der Eichstraße, Stuttgart

2009
Landeshauptstadt Stuttgart
ca. 14.500 m2
ca. 21 Mio. €
Oliver Kühn
Alexander Moritz
Ania Pilarska, Annett Pietrzak

Wie ein urbanes Passstück fügt sich das neue Gebäude in die Umgebung ein. Vorhandene Raumkanten werden aufgenommen und zu einem schlüssigen Ganzen verwoben. So entstehen angenehme Außenräume für die Passanten, die Verlängerung urbaner Lebensräume ins Hans-im-Glück-Quartier gelingt, das ganze Quartier belebt sich. In Maßstab und Proportion zwischen Rathaus und Altstadt vermittelnd steht nun der Neubau wie selbstverständlich im Kontext.
Mit der Präzision eines Werkstücks verzichtet der Neubau auf laute Gesten. Seine Fluchten öffnen und erwidern den Raum, eine subtile Bewegung entsteht, die die Passanten mitnimmt und zu den Eingängen führt.
Stein, Holz, Glas und Grün bestimmen das Haus.
Über der Eingangsebene gliedern geschossweise Bänder aus poliertem Werkstein den Bau, an den Ecken fassen versetzte Elemente in großem Format das Linienspiel zu einer Einheit zusammen. In die Bänder eingelassen liegt die Fassade. Mit raumhohen Elementen, innen aus Holz, lässt sie Helligkeit tief in die Büros hinein fallen, gegen die Sonne schirmen Lamellen ab.
Im Inneren liegt ein angenehm proportionierter, dreigeschossiger Hof, der sich nach oben hin öffnet. So entstehen vor den Büros Terrassen, für ein Gespräch mit Kollegen oder einen Kaffee zwischendurch.
Über dem 3. OG liegt ein Staffelgeschoss, vor dem sich eine Terrasse als großes Holzdeck erstreckt. Sie steht den Mitarbeitern als Freifläche offen, für ein Teamgespräch an der frischen Luft oder zur Pause über Mittag.