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AUDI AG - Getriebe- und Emissionszentrum, Ingolstadt

2005
Audi AG
ca. 28.500 m2
ca. 25,5 Mio. €
Oliver Kühn
Alexander Moritz
Marlene Schwabe

Nichts ist überflüssig an einer Maschine.
Das neue „Getriebe- und Emissionszentrum der AUDI AG“ in Ingolstadt verleiht innovativer Automationstechnologie architektonischen Ausdruck und konzentriert ein komplexes Raumprogramm in einem komplexen Baukörper.
So unterschiedliche Arbeitsbereiche wie Teststände, Labore und Werkstätten sollen hier räumlich nahe, aber möglichst störungsfrei mit Verwaltungsbereichen vernetzt werden. Der eleganten Effizienz der Aluminiumschaltgetriebe der AUDI AG soll eine architektoische Äquivalenz geschaffen werden.
Als Baustein einer wirtschaftlichen und formbewussten Unternehmenskultur wurde ein Hybrid-Gebäude, das seine „Blue Collar“ und „White Collar“-Bereiche harmonisch miteinander vernetzt entwickelt. Unmissverständlich ist die daraus entstehende Struktur: in einem Sockelkörper sind alle technischen Arbeitsbereiche konzentriert, darüber leigt ein zweigeschossiger Metallkranz für alle Büros, dessen dynamische Form in den Außenraum strahlt.
Zwischen beiden Bereichen ist die gewaltige Haustechnik eingeschoben, die mit einer vorgelagerten Freiterrasse noch einen besonderen Ort zur informellen Kommunikation und zur Förderung der Synergie im Unternehmen bietet.
Die Gestaltung der verschiedenen Körper ist aus dem Baukasten zeitgenössischer Automobiltechnologie entwickelt: Eine Karosserie aus großformatigen, silber-weißen, hinterlüfteten Metallkassetten für Sockel und Kranz sowie horizontale Metall-Lamellen, ähnlich der Kühlrippen eines Motorenzylinders, für den Ring der Haustechnik.
Mit seiner besonderen Visualität und maschinengleichen Effizienz seiner Funktionsbereiche soll das Haus als kostbares Werkstück für eine innovative Technologiekultur werben.