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Multiversa-Arena, Wünsdorf

2005
SGW Multiversa AG
ca. 18.000 m2
ca. 38,5 Mio. €
Georg Gewers
Alexander Moritz
Marlene Schwabe

Eine schalenförmige Veranstaltungshalle mit 10.000 - 12.000 Plätzen für internationale Veranstaltungen.
Dynamik und Bewegung sind die Leitgedanken unseres Entwurfs. Wir halten einen konsequent zeitgenössischen Ansatz bei Veranstaltungs- und Sportgebäuden für den einzig konsequenten.
Musik und / oder Sport auf der Höhe der Zeit soll ausgedrückt werden. Eine internationale Einrichtung, wie sie hier angedacht ist, braucht ein internationales Gesicht, eine zeitgenössische Erscheinung und weniger regionale Bezüge.
Die zentrale Idee für die „Arena“ ist der Weg in und durch das Gebäude. Dieser farbige Weg beginnt mit dem Grundstückauftakt im östlichen Bereich, bereitet dann in einer sanften Aufwärtsbewegung den Besucher vor und läuft schließlich vom Eingang aus spiralförmig mit den Rängen hoch bis zum Dach und hinunter bis zum Spielfeld. Diese Bewegung ist Thema der Arena und strukturiert sie in Ihrer Gesamterscheinung.
Man kann die gesamte Arena in leichter, vertikaler Bewegung durch den großzügigen Raum erleben und die unterschiedlichsten Ein- und Ausblicke gewinnen.
Die Arena und ihre Besucher verknüpfen sich so auch nach außen und verbinden sich mit Nachbarschaft und Umgebung.
Die Architektur vermittelt den Inhalt und zeigt ein Spiel kontrollierter Bewegung. Die Konstruktion wird nicht in den Vordergrund gestellt, sondern nur die wechselseitige Wirkung der großen Flächen. Die konkaven Rangflächen, das Dach (transluzent verkleidet) und der farbig behandelte Weg spielen die Hauptrollen im eleganten Erscheinungsbild.
Die Fassade schraubt sich am Gebäude hoch und lässt immer den Ausblick vom Weg - auch nach außen - frei. Hier ist die Arena verglast und kommuniziert so mit ihrer Umgebung. Die eher geschlossenen Fassadenflächen erhalten eine Struktur aus Kreisen, die entweder Fenster oder ein eingelegte Paneele sein können - je nach Raumanforderung dahinter.
Die Freianlagen sind Bestandteil der Gesamtidee und folgen dem Wegthema und der Anbindung an die dahinterliegenden Pferdeställe.
Die Arena soll, wie auf einer Platte, freistehen und strahlen können. Der Weg ist farbig herausgearbeitet und eine leicht schwingende Treppenanlage führt auf die Zugangspromenade.