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"Sports Moves" - Olympia-Ausstellungsgebäude, Leipzig

2003
Stadt Leipzig, Dezernat Stadtentwicklung und Bau, Stadtplanungsamt
ca. 6.600 m2
ca. 11 Mio. €
Oliver Kühn
Alexander Moritz
Marlene Schwabe, Jörg Schreiber

“Sports Moves” ist programmatischer Ausgangspunkt für eine Architektur der Bewegung, mit der Leipzig seine Kandidatur um Olympia 2012 bekräftigt hat. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 soll dabei ein völlig neuartiges Presse- und Ausstellungszentrum das besondere Lebensgefühl Leipzigs ausdrücken und über die Olympiade informieren.
Das architektonische Ziel? Kein konventionelles Ausstellungsgebäude, sondern ein Gebäude, das in sich Sport als Event und Attraktion zum Ausdruck bringt, das ganz konkret in Bewegung ist und seine Bewegung erlebbar vermittelt.
“Sports Moves” wurde aus zwei Elementen, einem “Table” und dem “Ring” konzipiert. Bei dem “Ring” handelt es sich um einen Körper, der mit seiner dynamischen Dreiviertel-Bogenform optimale Panoramaausblicke über das Leipziger Olympiagelände bietet. Er ist der bewegliche Teil des Projekts, der sich mittels Hubarmen diagonal auf- und abfahren lässt und sich so in wandelnde Raumsituationen zu seiner Basis, dem “Table”, setzt, welcher der Bewegung einen festen Halt und klares Territorium gibt. Der "Table" nimmt alle “schweren Nutzungen”, wie Sonderschauen und Depot, in sich auf, wobei er gleichzeitig nicht ungewollt Assoziationen an ein Sportfeld weckt.
Auf ihm ereignet sich die Bewegung, steigt in Analogie zu der Bewegung auf dem Sportfeld der dynamisch geformte Körper des “Rings” hoch in den Luftraum Leipzigs hinein und bietet über zwei Ebenen hinweg unverwechselbare Arbeitsräume, Ausstellungsräume und Panorama-Plattformen. Durch die Adaption avancierter Space-Frame-Technologie des Flugzeug- und Schiffsbaus kann sein Körper extrem leicht und im Inneren stützenfrei realisiert werden, was nicht zuletzt durch geschickte Einbeziehung des Eigengewichts-Schwerpunkts auch den Energieaufwand der Bewegung minimiert.