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Bürogebäude Unter den Linden/Friedrichstraße, Berlin

2003
Münchener Rück
ca. 58.000 m2
Oliver Kühn
Lennaart Sirag
Jörg Schreiber, Marlene Schwabe, Kristin Neise, Henning Hesse

Mit der Neubebauung des städtebaulich bedeutsamen Grundstücks Unter den Linden / Friedrichstraße soll eine der letzten Brachen im Verlauf des Prachtboulevards Unter den Linden und der Friedrichstraße geschlossen werden.
Unser Städtebau orientiert sich am Leitbild der kompakten und räumlich komplexen europäischen Stadt und repariert den historischen Stadtgrundriss mit vier noblen Stadthäusern. Die Kubatur der Einzelgebäude respektiert die Vorgaben aus der umgebenden Bebauung und interpretiert in ihren Abmessungen die Proportion und Parzellierung der historischen Vorgaben.
Die vier Stadthäuser stehen zueinander wie Geschwister: ähnlich, aber nicht gleich; wie starke Individuen, deren Verwandtschaft sich durch die Wahl der Materialien und Proportionen ergibt.
Die Fensterformate sind einheitlich stehend und aus Bronze und Glas gefertigt. Die Wandflächen sind in hellem Lava Basalt und geschliffenem Travertin gearbeitet.
Jedes der vier Häuser ist für sich erschlossen und funktioniert städtebaulich und baurechtlich jeweils unabhängig. Die Grundrisse sind jedoch so organisiert, dass sowohl einzelne Häuser zusammengeschaltet werden können, als auch alle Häuser zusammen eine funktionale Einheit bilden können.
Bei der Ausbildung der Baukörper auf dem Grundstück wurden zunächst die vorhandenen Hofstrukturen und Gebäudekanten der Nachbargebäude aufgenommen und um zwei weitere Höfe an der Friedrichstraße ergänzt. Die Höfe sind großzügig, hell und gut belichtet und erhalten jeweils ein eigenes Gestaltungsthema, wie Wasser, Stein, Grün und Licht, um den individuellen Charakter der vier Stadthäuser zu stärken.