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Bavaria Gelände, Hamburg St. Pauli

2004
Stadt Hamburg
ca. 59.000 m2
Oliver Kühn
Oliver Bormann
Marcel Bilow, Marlene Schwabe, Henning Hesse

Zwischen dem Bavaria Gelände und dem überörtlichen Grüngürtel, der sich bis zur Altstadt erstreckt, an der Schnittstelle zwischen Stadt und Grün, nimmt das Gebäude eine Vermittlerrolle ein.
Typologischer Ausgangspunkt für sein Diagramm ist der städtische Block, der durch verschiedene Transformationen intelligent auf seine Umgebung reagiert. Ein klar erkennbarer Haupteingang zum Astra-Turm, gezielte Aus- und Durchblicke und eine der Umgebung angemessene Höhenentwicklung zeigen einen deutlichen Hauskontextbezug auf.
So bezieht es sich klar auf das Bavaria Gelände, gleichzeitig jedoch nimmt es auf dem historischen Standort des Zirkus Renz die formale Freiheit einer geschwungenen und heiteren Architektur in Anspruch.

Der Ort formt das Gebäude.
Nach Westen noch als typisches Haus erkennbar, löst sich die bauliche Struktur nach Osten hin immer stärker auf und verzahnt sich mit dem angrenzenden Grün. Freiraum fließt in das Gebäude und schafft mit Terrassen und Loggien einen hellen, ganz spezifischen Ort. Das Haus öffnet sich zur Aussicht und tritt über neue Blickachsen in Beziehung mit seiner Umgebung.
Die wichtigste und wohl einmalige Blickbeziehung richtet sich auf den Michel und auf die Silhouette der Hamburger Altstadt, andere Blickbeziehungen ergeben sich zum Astra-Gelände und nach Süden zum Hafen.
So wird das Haus vielfältig und vielschichtig, wie seine Umgebung. Die Fassaden sind klar gegliedert, ein Materialkonzept aus Bronze, Glas, Holz und Ton erinnert noch leise an die historische Nutzung durch die Brauerei.
Gebäudekonzept