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Marstallplatz Süd, München

2003
Palos Immobilien- und Projektentwicklungs GmbH & Co. München KG
ca. 50.000 m2
ca. 55 Mio. €
Oliver Kühn
Markus Funke, Jan Papenhagen, Tilman Richter v. Senfft
Lennaart Sirag, Marlene Schwabe, Michael Leone, Uwe Karl, Peter Sandhaus, Arnd Manzewski, Don Lee, Frank Weber, Ulrike Franke, Barbara Schlungbaum, Christiane Grigo, Oliver Bormann, Henning Hesser, Vlatka Seremet, Bashaar Wahab, Christian Koch, Jens Plate, Jan Papenhagen, Kristin Neise, Arndt Manzewski, Myoung-Ju Lee
Immobilien Award 2003 (ausgezeichnet als beste Immobilie des Jahres in der Kategorie Gewerbe)

Neue Probebühne für die Bayerische Staatsoper
Wiedererrichtung des Bürkleinbaus
Neubau des Maximilianhofes

URBANE REGENERATION

Mit dem neuen Gebäude-Ensemble der Maximilianhöfe wird im Herzen Münchens die besondere Kultur und Ökonomie des Ortes an der exklusiven Maximilianstraße progressiv fortgesetzt. Ein neuer Kulturplatz mit drei Gebäuden, darunter das neue Probegebäude der Bayerischen Staatsoper, lassen in der Altstadt ein einzigartiges Stadtquartier entstehen, in das ganz selbstverständlich historische Spuren und Reste historischer Bauten, wie beispielsweise Fundstücke, in die neuen Gebäude integriert sind.
Die europäisch kompakte und komplexe Stadt mit Plätzen, Gassen und Passagen, in der sich Urbanität vor allem in den Außenräumen entfaltet, war Ausgangspunkt der Konzeption. Öffentliche und private Räume sollten besonders eng am Marstallplatz, welcher nach dem Krieg fast völlig aus dem Städtebau und Bewusstsein der Münchner verschwunden war, miteinander verzahnt werden.
Als modernes Büro- und Ladengebäude wurde zuerst der Bürklein-Bau des 19.Jahrhunderts, dessen gläserne Rückseite seine Transformation unmissverständlich zum Ausdruck bringt, wieder errichtet. Das zweite Bürogebäude wurde als offenes Quadrat konzipiert, in dem elegant eine historische Säulenhalle integriert werden konnte. Aus der Achse des Ensembles leicht verdreht, sind nun sehr unterschiedliche attraktive Räume der Stadt und der Arbeit entstanden.
Beide Häuser bilden den Rahmen für das neue Probenbühnengebäude der Bayerischen Staatsoper, für vier große Probe- und Aufnahmensäle und für Werkstätten und Verwaltungsbereiche, welche alle kompakt in einem weitgehend gläsernen monolithischen Volumen organisiert wurden. Teils transluzent, teils traditionell perforiert, ist sein leuchtender Körper nun dem alten Marstall von Leo von Klenze ein markantes Pendant. Mit ihm wird der neu gestaltete Marstallplatz, welcher als integraler Teil des Projektes für urbane Veranstaltungen open-air ausgelegt ist, wieder räumlich erfahrbar.