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Rheinische Hypothekenbank, Frankfurt a.M.

2000
Rheinische Hypothekenbank AG, Frankfurt/Main
Swantje Kühn
Tilman Richter v. Senfft

In der Hochhaussilhouette der Bankenstadt Frankfurt soll in direkter Nähe zum Zentrum ein Hochhaus der Rheinischen Hypothekenbank entstehen. Dazu wird zunächst der Blockrand des bestehenden Quartiers aus der Gründerzeit mit einem schmalen Wohngebäude geschlossen. Für das Hochhaus ergibt sich eine vorteilhafte neue urbane Situation: Auf der durch Wohnblock, Straße und Wallanlage neu ausgewiesenen Freifläche präsentiert es sich nun als klassisches Solitär.
Der Besucher betritt den mit einer leicht gebogenen Glasfassade ummantelten Turm über den vorgelagerten Stadtplatz. Von dort gelangt er in den lichtdurchfluteten Bereich einer transparenten Wandelhalle, die wie ein kleiner Marktplatz mit Läden, Boutiquen, Cafés und Konferenzbereichen zum kommunikativen Zentrum wird und leitet die Besucher zu den angrenzenden Grünflächen.
In dem leicht organisch geschwungenen Turm sind auf dreißig Geschossen die Bürobereiche angeordnet. Über die Etagen alternierend gliedern in rhythmischem Wechsel dreigeschossige Loungebereiche die Bürostruktur und geben dem Turm seinen unverwechselbaren Charakter.
Die Loungebereiche haben jeweils eigene Themen und Farben und bilden z.B. als „Tearoom“, „Chimneyroom“ oder „Oysterbar“ den Kontrapunkt zu den funktional und übersichtlich organisierten Arbeitsräumen der standardisierten Bürogrundrisse. Auch in der Nacht bestimmen die Lounges mit ihrem farbigen Licht das Bild der transparenten Glasfassade und machen den schlanken Turm zu einem markanten und weit sichtbaren Wahrzeichen in der Hochhauskrone Frankfurts.